Schwangerschaft und Geburt
Emil kommt zu Franziska und Philipp
selbst schon einmal als Hauptperson durchgemacht und doch für Eltern immer wieder einmalig - und speziell - mit wunder-barem Ergebnis.
einer - selbst in einem Pflegeberuf engagierten - Mutter hin, fanden wir den Weg zur Praxisgemeinschaft Medizin Feminin in Dietikon bei Zürich.
Unsere eigene, subjektive Bewertung scheint sich mit jener der Praxis Medizin Feminin weitgehend zu decken, d.h. alle Technik unserer modernen Welt – über Gen-Design bis zur Zeugung in der Schwerelosigkeit des Weltraums – wären irgendwo käuflich verfügbar ... für wen diese Mittel wichtig erscheinen.
Durch Elsbeth Ballarini, mit ihrer 30-jährigen Erfahrung als Hebamme, fühlten wir uns sehr kompetent und verständnisvoll betreut. Massvolle, bewusste, normale Ernährung befreite die werdende Mutter vor den andernorts zur Einnahme empfohlenen Nahrungsergänzungen. Die regelmässigen Kontrollen liessen unser Vertrauen wachsen, dass das Kind ebenso gesund gedeihe, wie die Schwangerschaft unbeschwerlich war. Dabei verfestigte sich der früh gefasste Entschluss zu einer Hausgeburt.
Zum Weitererzählen und zu unserer eigenen Beruhigung (im Hinblick
auf eine notfalls nötige Alternative) besuchten wir Einführungsveranstaltungen
naheliegender Spitäler und liessen deren professionelle Präsentationen,
zusammen mit subjektiven Empfindungen von Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit,
in uns nachwirken. Im Paracelsus
Spital Richterswil empfanden wir die in der Geburtsabteilung speziell
hochgehaltene Wertschätzung gegenüber jedem einzelnen Menschen
und seinem Leben als gewinnend — und dazu die Bestätigung, dass
selbstverständlich während jeder Geburt auch die entsprechenden
Notärzte auf Pikett bereit stünden.
Wir besuchten gemeinsam einen Geburtsvorbereitungskurs im Paracelsus Spital
Richterswil — wo wir u.a. lernten, dass 3 Wochen vor und 2 Wochen
nach dem errechneten Geburtstermin jeder Termin natürlich sei.
In 10 Minuten Fahrdistanz von dem für den Notfall ausgewählten Spital wohnend, bereitete die werdende Mutter - wie jede andere - sorgfälltig ein "Nest" fürs erste Kind. Die Hebamme besichtigte die Wohnung der Eltern mehrere Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Die Liste der für eine Hausgeburt zusätzlich erforderlichen Dinge war kurz und verlangte keine weiteren Anschaffungen.
Erwünschter Geburtstermin (= Geburtstag einer der Urgrossmütter des Kinders) ruhig verstrichen.
Übernächster Tag = errechneter Geburtstermin, ruhig verstrichen.
In der sternenklaren Neumond-Nacht vom Donnerstag auf den Freitag
war Franziska wach. Gegen 5 Uhr weckte sie mich, ihr Gesellschaft zu leisten.
Bald erfolgte unser erster Telephonanruf dieses Tages bei der Hebamme,
vorerst zur Absage des vereinbarten Praxistermins.
Gegen 14 Uhr wurde der Hebamme Franziskas aktueller, etwas veränderter
Zustand mitgeteilt und die Hebamme kündigte ihren Hausbesuch anschliessend
an eine letzte Sprechstunde an. — Wir rechneten mit etwa 16 Uhr.
Bald nach dem Eintreffen der Hebamme begann gegen 16:30 die Geburt mit
dem Platzen der Fruchtblase. Sofort wurde Frau Dr. Dorin Ritzmann, welche
uns von den Ultraschalluntersuchungen her bekannt war, per Telephon dazugerufen.
Das Kind war unterwegs, die Wehen stark, die Zwischenberichte der Hebamme
ermutigend...
Offensichtlich bewährte sich nun die mehrtägige Befolgung der
allgemein bekannten Ratschläge zur Geburtserleichterung, wie vier,
wöchentliche Akupunkturen, allabendliches, warmes Bad, Heublumen-Dampfbad,
Damm-Massage u.s.w.
Vier fachkundige Frauenhände halfen dem kleinen Menschlein ans Licht
und besänftigten seinen mit Gebrüll bezeugten Schreck, indem
sie es auf den Oberkörper der glücklichen Mutter legten. Nachdem
die auspulsierte Nabelschnur abgetrennt war, wurde die neue Familie verständnisvoll
während einigen Minuten allein gelassen.
(Während dieser Zeit wurden wir von der Geburtenliste im Spital wieder
abgemeldet.)
Die Ärztin hat dann das Baby untersucht und wir fanden alle unsere Hoffnungen
glücklich erfüllt.
Die Hebamme kam an jedem der folgenden Tage mehrmals vorbei und begleitete uns beim Start unseres neuen Familien-Daseins. Während der ersten Woche stand uns Franziskas Mutter, von Beruf Kleinkinderzieherin, beratend bei und nahm uns alle Arbeit in Küche und Waschküche ab.
Wir sind dankbar für unser Baby und dafür, dass es mit einer solchen Geburt
zu uns kommen konnte.
Jungen, gesunden Müttern, mit sorglosen Schwangerschaften, und ihren Männern
wünschen wir den Mut und die Freude, schon ihr erstes Kind bei einer Hausgeburt
begrüssen zu dürfen.
Wir bedanken uns bei allen, welche uns geholfen haben,
diese Chance wahrzunehmen.
- Weiterführende Links:
- Elsbeth Ballarini, Medizin Feminin Praxisgemeinschaft, Dietikon ZH
- Nationalfondsstudie "Hausgeburt versus Spitalgeburt"
- Trends in der Geburtshilfe