Quedlinburg

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Quedlinburg - lebendige Stifts- und Zünfte-Stadt aus dem Mittelalter.

Schlossberg von Quedlinburg

Altstadt von Quedlinburg mit ihren 1200 Fachwerkhäusern

UNESCO-Welterbe seit 1994

Im Dezember 1994 wurde die Altstadt von Quedlinburg mit Schlossberg und Stiftskirche von der UNESCO in die Liste des Welt- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. In der Begründung dazu heißt es:
„Die Altstadt von Quedlinburg gilt mit ihren 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und dem mittelalterlichen Stadtgrundriss als außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt. Die Stiftskirche St. Servatius mit den Gräbern des ersten deutschen Königs Heinrich I. und seiner Frau Mathilde sowie dem kürzlich zurückgekehrten Domschatz ist ein architektonisches Meisterwerk der Romanik.“
                Quelle: Quedlinburg-info

Quedlinburg

Die Wiege des mittelalterlichen deutschen Reiches

Der Legende nach wurden dem Sachsenherzog Heinrich am "Finkenherd" im Jahre 919 die Königsinsignien überbracht. Als König festigte Heinrich das Reich und beendete die jährliche Heimsuchung durch die Ungarn.

Die Lieblingspfalz Heinrichs war der von Quedlinburg mit seiner inzwischen über 1000 Jahre alten , in der er auch begraben ist. In der Stiftskirche ist auch der berühmte Domschatz von unermesslichem Wert ausgestellt.

Nach Verleihung der Stadtrechte, bezeugt durch den am Rathaus, blühte die Stadt mit den für sie typischen Ackerbürgern auf, wovon heute noch die über 1200 Fachwerkhäuser zeugen. 

Markt-, Münz- und Zollrecht seit 994

Am 23. November 994 verlieh Otto III. dem freiweltlichen Frauenstift zu Quedlinburg das Markt-, Münz- und Zollrecht.

Nördlich der Burg, am Schnittpunkt wichtiger mittelalterlicher Heer- und Handelsstrassen, entstand im Bereich zwischen Kornmarkt, Breiter Strasse, Marktstrasse und heutigem Rathaus eine Kaufmannssiedlung. Sie profitierte von diesem Privileg und entwickelte sich sehr rasch zu einem gut funktionierenden Gemeinwesen mit eigener Verwaltung.

Eine abendliche Führung mit dem r oder mit dem durch die winkeligen Gassen lässt das Mittelalter wieder lebendig werden.

Wer von der Steinbrücke oder der Blasiistrasse aus den betritt, dem bietet sich ein reizvolles Bild. Über den weiträumigen, von Fachwerkhäusern begrenzten Platz fällt der Blick auf die weinberankte fassade und die Türme der Marktkirche St. Benedikti. Sie bilden ein eindrucksvolles Ensemble, das die Nordseite des um 1150 angelegten Platzes begrenzt.

Museen

Museum für Fachwerkbau, Schlossmuseum, Klopstockhaus

Eines der ältesten deutschen Fachwerkhäuser, das aus der Zeit um 1310, ist heute ein . Informiert wird über die Geschichte der Fachwerkbaukunst vom 14. bis zum 20. Jahrhundert über Restaurierungs- und Rekonstruktionsmassnahmen in Quedlinburg sowie über die bauhistorische Entwicklung des Stadtgebietes seit dem 10. Jahrhundert.

Das in einem untergebrachte Museum vermittelt seinen Besuchern einen Überblick über die Ur- und Frühgeschichte und die frühmittelalterliche Besiedlung des Gebietes. Weiterhin dargestellt werden die Entwicklungen des Burgberges von der zum freiweltlichen, reichsunmittelbaren . Ausserdem werden wichtige Aspekte der Stadtgeschichte beleuchtet. So werden die wertvolle Sammlung historischer Schusswaffen sowie besonders repräsentative Bücher der historischen Bibliothek der Öffentlichkeit gezeigt. Im Schloss-Museum findet sich auch eine kurze Darstellung des handwerklichen Innungs-Wesens vom alten Quedlinburg.

Das , am Fusse des Schlossberges gelegen, wurde um 1560 als repräsentatives Bürgerhaus im niedersächsischen Fachwerkstil gebaut und besitzt eine reichhaltig künstlerisch gestaltete Fassade sowie einen zweigeschossigen von Säulen getragenen Erker.
Von 1702 bis 1817 gehörte es der Familie Klopstock. Danach wechselten die Besitzer mehrfach, bis es auf Initiative des Klopstockvereins die Stadt Quedlinburg kaufte und 1899 als Memorialmuseum eröffnete. 

Rathaus 1310 erstmals urkundlich erwähnt

Der frühgotische Bau ist bis heute in seinem Kern erhalten geblieben.

Für mittelalterliche Verhältnisse ist das einstöckige Steingebäude mit dem hohen Satteldach ein aussergewöhnlich grosser Baukörper – ein Zeichen für die wirtschaftliche Kraft der aufstrebenden Stadt. Die spitzbogigen Fenster wurden im 17. Jahrhundert durch Renaissanceformen ersetzt. Im Zuge dieser Umbauten zwischen 1616 und 1619 wurde auch der ursprünglich an der Nordseite liegende Eingang an die Marktseite verlegt und mit dem prachtvollen Renaissanceportal geschmückt, das von einer Abundantia (Wohlstandsgöttin) bekrönt wird. Über der Tür ist das Quedlinburger Stadtwappen mit einem sitzenden Hund in einem geöffneten Tor angebracht.

An der linken Seite wurde 1869 der 2,75m grosse wieder aufgestellt, der jahrhundertelang auf dem Hof des Ratskellers (Marktstrasse 1) gelegen hatte. Vermutlich war er kurz nach dem Beitritt der Stadt zur Hanse 1426 errichtet worden. Aber bereits wenige Jahre später, nach der Niederlage der Stadt im Kampf um ihre Unabhängigkeit von der Äbtissin Hedwig von Sachsen 1477, stürzte er.

22. April 922 erste Erwähnung in einer Bestätigungsurkunde König Heinrichs I.

Die königliche Urkunde nennt als Ausstellungsort des Diplomes die "villa quitilingaburg", den "Königsort Quedlinburg".

Die Königsurkunde vom 22.April 922 war abgefasst worden, um Rechtsansprüche für das Kloster Corvey zu sichern. Zu diesem Zweck hatte sich Abt Folkmar von Corvey (917 - 942) Ostern 922 an den Hof Hienrichs I. nach Quedlinburg begeben, um sich u.a. das Recht der freien Abtswahl urkundlich bestätigen zu lassen. Mit der Nennung des Urkundenausstellungsortes "Quedlinburg" erlangt diese Urkunde für die Königsstadt historische Bedeutung: 
Hauptkennzeichen für die Echtheit der Urkunde ist das Wachssiegel mit dem Bildnis des Königs. Die im Original auf uns gekommene Urkunde befindet sich im Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster. 

Ausflüge in Quedlinburgs Umgebung und ins Harz-Gebirge

Zentrale Lage Quedlinburgs am Nordost-Harz

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Anreise von Zürich per Bahn oder Auto

Per Schlafzug über Hannover
oder am Tag über Braunschweig, Halberstadt, nach Quedlinburg.   Deutsche Bahn

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