Optische Orientierung im Raum
Zielstreben mit Landmarken als Hilfen
Menschen orientieren sich vorzugsweise optisch. Viele Menschen ordnen ein, wie Berge, Kirchtürme, Gewässer, Weggabeln etc., sie stellen sich also innerlich eine Art Landkarte vor.
In diesem werden die Objekte nach Koordinaten wie RECHTS, LINKS, VORNE, HINTEN, UNTER- und OBERhalb eingeordnet. Die Blickrichtung definiert VORNE und Drehungen verschieben die ganze Orientierung.
Übergeordneter Orientierungsraster
Himmelsrichtungen als absolute Orientierung — Orient bezeichnet Sonnenaufgang
Zug-Vögel berücksichtigen neben den Geländeteilen auch Sonnen- und Mondstand sowie das Magnetfeld der Erde.
Vom übergeordneten Orientierungsraster aus betrachtet steht eine Person oder ein Objekt nicht "links von mir" sondern z.B. "im Westen" oder "gegen Sonnenuntergang" — dieser Raster gilt auch nach einer beliebigen Drehung des subjektiven Betrachters. Etwa orientiert sich ständig nach übergeordneten Himmels-Richtungen – was sich leicht an ihrer Sprache erkennen lässt.
" JETZT hättest Du LINKS – äähhh – RECHTS fahren sollen! ..."
Orientieren sich Frauen und Männer unterschiedlich?
Die Forschung konnte nachweisen, dass in Gehirnen von Männern öfter auch eine Region (in der linken Gehirnhälfte) aktiv ist, welche der räumlich-geometrischen Orientierung zugeordnet wird. Bei Frauen werden mehrheitlich die (rechts-hälftigen) Gehirn-Regionen für Assoziationen und Gedächnis aktiviert. Demnach orientieren sich Frauen stärker als Männer an Landmarken.
Ob angeboren oder gelernt, Kinder können ihren Orientierungssinn üben,
indem sie – mit dem natürlicherweise sehr breiten Blickwinkel –
und indem mit entsprechenden Spielen ihre dreidimensionale Geschicklichkeit
einsetzen.
Philipp Hürlimann ist während seiner Jugend mit seinem Pony durch
die Landschaft gezogen, ist 300 mal mit einem Fallschrim gelandet und als
Artillerie-Beobachter ausgebildet. [Erfreulicherweise besitzt Philipps
hochgeschätzte Gemahlin Franziska auch einen überdurchschnittlichen
räumlichen Orientierungssinn.]